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Übrigens ...
... mag ich, wenn man mir's auch vielleicht nicht ansieht, nicht nur die großen, mächtig-gewaltigen Sachen der Kunstgeschichte. An manchen kleinen oder gar winzigen Landschaftsformaten der alten Niederländer kann ich mich regelrecht berauschen, und bei guten musikalischen Miniaturen bin ich schier aus dem Häuschen: Stephen Heller und Theodor Fürchtegott Kirchner am romantischen Klavier, Anton Webern als unerreichter Meister der Konzentration – ja, und jetzt Domenico Cimarosa, der im späten 18. Jahrhundert zwar mit seinen Opern berühmt, mir jetzt aber mit seinen köstlichen Klaviersonaten geradezu eine Offenbarung geworden ist. Sage und schreibe 18 (in Worten: achtzehn!) Sonaten enthält diese CD – durchweg »ausgewachsene« Dreisätzer, deren längste und »geschwätzigste« gerade einmal sechseinhalb Minuten dauert ... Und alles ist so vollkommen ausgeformt, so komplett, so restlos ausgeschöpft, dazu von dem Pianisten dieser Aufnahme mit einer musikalischen Kultur vorgetragen, die bis in die letzten, feinsten Winkelchen hineinwirkt, daß das pure Vergnügen nur noch gesteigert wird durch die Vorfreude auf eine möglichst baldige Fortsetzung der Reihe.
(2.6.09)
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Domenico Cimarosa
Keyboard Sonatas Vol. 1
Victor Sangiorgio, Klavier
Naxos 8.570 718
Dauer 66'49
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